Was ist Markenarchitektur?
Markenarchitektur beschreibt, wie ein Unternehmen seine verschiedenen Marken, Produkte und Dienstleistungen organisiert und in Beziehung zueinander setzt. Sie definiert die Hierarchie und Verbindungen zwischen Dachmarke, Submarken und Produktmarken.
Modelle der Markenarchitektur
- Branded House: Eine starke Dachmarke, unter der alle Angebote laufen (z.B. Google)
- House of Brands: Unabhängige Marken unter einem Unternehmendach (z.B. Procter & Gamble)
- Endorsed Brands: Eigenständige Marken mit sichtbarer Empfehlung der Dachmarke (z.B. Marriott Hotels)
- Hybrid: Kombination verschiedener Ansätze je nach Geschäftsbereich
Warum ist Markenarchitektur wichtig?
Mit wachsendem Portfolio wird eine klare Struktur entscheidend:
- Klarheit für Kunden: Welches Angebot gehört wozu?
- Synergien: Können Marken voneinander profitieren?
- Ressourceneffizienz: Budget für wenige starke Marken vs. viele schwache
- Risikomanagement: Schaden an einer Marke betrifft nicht das gesamte Portfolio
- Wachstumsstrategie: Wie werden neue Angebote integriert?
In der Praxis
Für mittelständische Unternehmen ist die häufigste Herausforderung nicht die Wahl zwischen komplexen Modellen, sondern die Grundfrage: Soll alles unter einer Marke laufen oder brauchen wir separate Marken? Die Antwort hängt davon ab, ob die Zielgruppen, Positionierungen und Märkte überlappen. Je größer die Überlappung, desto sinnvoller ein Branded House. Je unterschiedlicher die Märkte, desto eher ein House of Brands.